26.03.2018

Wie ältere Arbeitnehmer an Büroarbeitsplätzen gesund bleiben

Gerade an Büroarbeitsplätzen arbeiten viele Arbeitnehmer bis zur beruflichen Altersgrenze oder darüber hinaus und haben dabei schon mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Deshalb ist es für diese Gruppe besonders wichtig, auf einen gesunden und je nach Problemstellung individuell gestalteten Arbeitsplatz zu achten. Geben Sie dieser Zielgruppe Impulse und zeigen Sie Möglichkeiten auf, wie Ältere am Arbeitsplatz gesund bleiben können.

Ältere Arbeitnehmer

Viele Angebote helfen dabei, besonders ältere Arbeitnehmer leistungsfähig und gesund zu halten. Dennoch sollten die Maßnahmen für alle Arbeitnehmer offenstehen. Dies stärkt die Akzeptanz und verringert die Gefahr einer ungewollten Altersdiskriminierung, die bei einer Begrenzung des Angebots auf eine bestimmte Altersgruppe gegeben sein könnte.

Ältere Arbeitnehmer beim Sehen unterstützen

Wenn altersbedingt die Sehfähigkeit nachlässt (Alterssichtigkeit und Abnahme der Adaptionsfähigkeit), kann schon einfach dadurch unterstützt werden, dass die Arbeitnehmer auf die Lichtverhältnisse individuell Einfluss nehmen können (z. B. stufenloser Dimmer oder Ausstattung mit einer verstellbaren und schwenkbaren Arbeitsplatzleuchte). In regelmäßigen Abständen sollten auch immer wieder das Angebot für einen Sehtest und – wenn möglich und sinnvoll – die Übernahme von Kosten für eine Bildschirmbrille kommuniziert werden.

Weniger Störung durch Lärm

Ältere Arbeitnehmer werden eher durch Nebengeräusche gestört als jüngere. Deshalb sollten Lärmquellen (z. B. Fotokopierer oder Kollegen, die viel telefonieren) abgeschirmt werden.

Möglich sind Schallschutzmaßnahmen wie schallabsorbierende Trennwände oder Schallschutzhauben für Büromaschinen.

Auch eine räumliche Trennung ist sinnvoll. Arbeitsorganisatorisch wirken sich mit zunehmendem Alter häufige Arbeitsunterbrechungen besonders negativ aus, weil es länger dauert, sich danach wieder zu orientieren und zur Konzentration zu finden. Je nach Arbeitsfeld können etwa Kommunikationszeiten, in denen die Arbeitnehmer ansprechbar sind, vereinbart werden. Außerhalb dieser Zeiten haben die Mitarbeiter Ruhe für ihre Tätigkeiten. Auch die Übertragung von Arbeiten, die nicht laufend Kommunikation notwendig machen bzw. nicht kleinteilig sind, kann von Vorteil sein.

Individuell ergonomisch

Grundsätzlich ist ein ergonomisch optimal gestalteter Arbeitsplatz auch für ältere Arbeitnehmer sehr gut geeignet. Da mit zunehmendem Alter individuelle Verschleißerscheinungen zu Tage treten, besteht hier häufig Handlungsbedarf, die Arbeitsplätze speziell einzustellen.

Der Betriebsarzt sollte deshalb immer wieder anbieten, den Arbeitsplatz gemäß den gesundheitlichen Bedingungen zu untersuchen und zu optimieren. Unter Umständen können zusätzliche Hilfen bezüglich Bediengeräten, Tastatur und Maus angeschafft werden. Der Arbeitsmediziner kann auch beobachten, wie der Arbeitnehmer sitzt und sich bewegt, und konkrete Tipps zu einer besseren Körperhaltung geben.

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Autor: Markus Horn