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Newsthemen | 11.05.2009

Tausende ThyssenKrupp-Mitarbeiter protestieren

Duisburg (dpa/lnw) - Mit einem bundesweiten Aktionstag haben Tausende Mitarbeiter des größten deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp gegen einen drohenden Stellenabbau protestiert. In einem Autokorso fuhren Stahlarbeiter mit 300 Wagen durch Duisburg, teilte die Polizei mit. In Emden demonstrierten 1500 Werftarbeiter vor den Nordseewerken, an einer Kundgebung bei HDW in Kiel nahmen 1000 Beschäftigte teil. Vor dem Stahlwerk in Bochum richteten die Beschäftigten eine Mahnwache ein. Flächendeckend hatte die IG Metall zudem bundesweit zu Informationsveranstaltungen an den ThyssenKrupp- Standorten aufgerufen.

ThyssenKrupp will die Zahl der Konzern-Sparten von fünf auf zwei oder eine verringern und im Stahlbereich 1800 bis 2000 Stellen streichen. Dabei soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Die IG Metall befürchtet konzernweit den Verlust von mindestens 5000 Arbeitsplätzen.

Betriebsratschef Thomas Schlenz kündigte Bereitschaft für ein mögliches Sondierungsgespräch mit dem Konzern-Vorstand vor der Mittwoch stattfindenden Aufsichtsratssitzung an. «Ich erwarte wesentliche Zusagen zu unseren Eckpunkten, um in eine Verhandlungsposition zu kommen», sagte er der Deutschen Presse- Agentur dpa. Die Arbeitnehmer fordern die Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkommen sowie den Erhalt der Mitbestimmung.

 

[Landschaftspark Nord]: Emscherstraße 71, Duisburg [Mahnwache]: Essener Straße 240, Bochum [HDW-Werft]: Werftstraße, Kiel [Nordseewerke]: Zum Zungenkai, Emden

 


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