EU auf gutem Weg bei Erneuerbaren Energien
20 Mitgliedstaaten der EU haben ihre Vorausschau für den Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Kommission eingereicht. Den Prognosen nach dürfte die EU ihr Ziel, im Jahr 2020 insgesamt 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, erreichen.
Die meisten
Staaten gehen davon aus, dass sie ihr Teilziel erreichen, einige rechnen damit,
deutlich über das eigene Ziel hinausgehen zu können. In der
Erneuerbare-Energien-Richtlinie ist festgeschrieben, welchen Wert jeder
Mitgliedstaat erreichen muss, und dass sie regelmäßig Schätzungen über den
Verlauf des Ausbaus erstellen müssen.
Neben Dänemark, Schweden und Spanien zählt auch Deutschland zu den Ländern, die
ihr nationales Ziel voraussichtlich übertreffen werden. Anstelle der
vorgeschriebenen 18 Prozent rechnet die Bundesregierung damit, im Jahr 2020 bei
18,7 Prozent zu liegen. Damit sei Deutschland nicht auf Unterstützung durch
andere Länder angewiesen. Gleichzeitig begrüßt die Bundesregierung aber die in
der Richtlinie festgeschriebenen "flexiblen Kooperationsmechanismen",
mit denen Mitgliedstaaten ihre Ziele gemeinsam erreichen können.
Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) kritisiert die Vorausschau der
Bundesregierung als zu wenig ambitioniert. Nach eigenen Berechnungen, die das
BEE in Form einer "roadmap" vorlegte, könnte Deutschland beim Ausbau
der Erneuerbaren sehr viel schneller vorankommen und im Jahr 2020 bereits bei
28 Prozent liegen, "wenn die Politik jetzt die Weichen richtig stellt",
sagte BEE-Präsident Dietmar Schütz.
Quelle: EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings - DNR (www.eu-koordination.de)
Stand: Februar 2010
