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Umweltschutz | 05.02.2010

EU auf gutem Weg bei Erneuerbaren Energien

20 Mitgliedstaaten der EU haben ihre Vorausschau für den Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Kommission eingereicht. Den Prognosen nach dürfte die EU ihr Ziel, im Jahr 2020 insgesamt 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu produzieren, erreichen.

 

Die meisten Staaten gehen davon aus, dass sie ihr Teilziel erreichen, einige rechnen damit, deutlich über das eigene Ziel hinausgehen zu können. In der Erneuerbare-Energien-Richtlinie ist festgeschrieben, welchen Wert jeder Mitgliedstaat erreichen muss, und dass sie regelmäßig Schätzungen über den Verlauf des Ausbaus erstellen müssen.

Neben Dänemark, Schweden und Spanien zählt auch Deutschland zu den Ländern, die ihr nationales Ziel voraussichtlich übertreffen werden. Anstelle der vorgeschriebenen 18 Prozent rechnet die Bundesregierung damit, im Jahr 2020 bei 18,7 Prozent zu liegen. Damit sei Deutschland nicht auf Unterstützung durch andere Länder angewiesen. Gleichzeitig begrüßt die Bundesregierung aber die in der Richtlinie festgeschriebenen "flexiblen Kooperationsmechanismen", mit denen Mitgliedstaaten ihre Ziele gemeinsam erreichen können.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) kritisiert die Vorausschau der Bundesregierung als zu wenig ambitioniert. Nach eigenen Berechnungen, die das BEE in Form einer "roadmap" vorlegte, könnte Deutschland beim Ausbau der Erneuerbaren sehr viel schneller vorankommen und im Jahr 2020 bereits bei 28 Prozent liegen, "wenn die Politik jetzt die Weichen richtig stellt", sagte BEE-Präsident Dietmar Schütz.

 

Quelle: EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings - DNR (www.eu-koordination.de)

Stand: Februar 2010

 


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