Verbände fordern Neuordnung der Verpackungsentsorgung
Der bvse, der Verband kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung im VKU (VKS im VKU), Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund sowie der Bundesverband dualer Systeme (BDSD) möchten damit eine Neuordnung der Verpackungsentsorgung in Deutschland auf den Weg bringen.
Mit dem gemeinsam erarbeiteten und getragenen Papier haben sich erstmals Vertreter kommunaler und privater Verbände sowie der kommunalen Spitzenverbände auf gemeinsame Punkte verständigt.
Für die
Beteiligten steht fest, dass sich Verursacherprinzip und
Herstellerverantwortung als maßgebliche Regelungsgrundlagen der
Verpackungsverordnung bewährt haben, die fünfte Novelle es aber nicht geschafft
hat, die bisherigen strukturellen Schwächen des Regelungsansatzes zu
beseitigen. Deshalb fordern die Verbände, das Trittbrettfahrerproblem über eine
zentrale Registrierungspflicht und Kontrolle der Erstinverkehrbringer wirksam
einzugrenzen, die bisherige Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Verpackungsarten
und Nachweispflichten aufzugeben und die primäre Steuerungsverantwortung bei
der Erfassung in die Hände der Kommunen zu legen.
Besonderes Gewicht hat dabei die Gewährleistung fairen Wettbewerbs und der
sinnvollen Aufgabenzuordnung zwischen kommunalen Unternehmen, privater
Entsorgungswirtschaft und Systembetreibern. Eine beliehene Stelle soll
zukünftig die Zulassung und Koordination der Systembetreiber vornehmen und die
Möglichkeit erhalten, den Systemen auch zwingende Vorgaben für deren Aufgabenerfüllung
zu machen.
Auf der Ebene der Erfassung soll die kommunale Verantwortung und Steuerung
unangetastet bleiben. Die privaten Entsorgungsunternehmen hingegen garantieren
die hochwertige Sortierung der gesammelten Wertstoffe sowie die Vermarktung und
Verwertung der Sekundärrohstoffe.
Quelle: Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (www.bvse.de)
Stand: Februar 2010
