210 Mio. Euro für EU-Energieforschung 2011
Insgesamt 6,4 Milliarden Euro will die EU im nächsten Jahr für Forschungsprojekte ausgeben - soviel wie nie zuvor. Auch in umweltrelevanten Forschungsfeldern können Zuschüsse beantragt werden.
Für Forschung im Bereich Energie stehen insgesamt 210 Millionen Euro zur Verfügung, davon für Erneuerbare Energien 137 Mio., für intelligente Stromnetze (Smartgrid) 50 Mio. und für Kohlenstoffabspaltung und -speicherung (CCS) 36 Mio. Auf Energieeffizienz will die EU 15 Millionen Euro verwenden.
Die Forschung für die Anpassungsmöglichkeiten an den Klimawandel wird mit insgesamt 70 Mio. Euro bezuschusst, ebenso viel Geld soll für umweltfreundliche Produktionswege ausgegeben werden. 210 Mio. Euro sollen in Forschungen über umweltfreundliches Material in der Produktion fließen. Hinzu kommen noch einmal 145 Mio. Euro für die Entwicklung neuer Materialien für die Energieerzeugung, -speicherung und -effizienz. Effizientes Management natürlicher Ressourcen wird ebenfalls gefördert, mit rund 100 Mio. Euro.
415 Mio. Euro sollen in den Forschungsbereich Verkehr und Transport fließen, darunter für Umweltinnovationen beim Schiffbau, effizienten Schienen- und Binnenwasserverkehr,
Unter das Schlagwort "Bio-Ökonomie" (240 Mio Euro Förderung) fallen Nanotechnologien, Biokraftstoffe, erneuerbare biologische Ressourcen und Ingenieurstätigkeiten. Generell sollen aber auch "grüne" industrielle Produktion und Abfallvermeidung gefördert werden.
Nanotechnologien selbst werden nochmal extra gefördert - mit 270 Mio. Euro. Keine expliziten Angaben finden sich zu Bereichen wie Meeresumweltschutz, Biodiversität, ökologischer Landbau und anderen Feldern, die für Umweltverbände zu den höchsten Prioritäten gehören würden.
Quelle: EU-Koordination des Deutschen Naturschutzrings - DNR (www.eu-koordination.de)
Stand: August 2010
