Ein Jubiläum der besonderen Art – Vor 25 Jahren eroberte das erste Computervirus die Anwenderrechner
Vor 25 Jahren tauchte aus dem Nichts das erste Computervirus auf Anwenderrechnern auf. Zwar richtete es keinen großen Schaden an, verbreitete sich aber über Disketten und benannte das Inhaltsverzeichnis des infizierten Datenträgers um. Längst verbreiten sich Viren nicht mehr über Disketten, sondern über das Internet und USB-Sticks.
Aktuell haben wir es mit einem Nachfahren zu tun, der Notebook-Akkus zerstört.
Notebook-Akkus sind unverzichtbare Energiespeicher. Sie enthalten aber einen Chip, der auch den Ladezustand der Akkus kontrolliert. Nun hat es der Star-Hacker und Sicherheitsforscher Charlie Miller geschafft, Akkus zuverlässig lahmzulegen. Er fand heraus, mit welchen immer gleichen Passwörtern der Zugriff auf den Chip von MacBook-Akkus gesichert ist.
So konnte es ihm gelingen, die Funktion des Chips zu manipulieren und Akkus unbrauchbar zu machen. Miller hat den Versuch - so sagt er - allerdings nur zum Erkenntnisgewinn durchgeführt.
Das Resultat: Hacker mit krimineller Motivation können durch das Einschleusen von Schadsoftware (derzeit!) vorwiegend MacBook-Akkus zerstören.
Meldungen wie diese enthält ein regelmäßiger Newsletter des Bürger-CERT. Er erscheint alle zwei Wochen. Alle Informationen werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (www.bsi.bund.de) akribisch recherchiert und sind tatsächlich ein MUSS für jeden, der morgendlich einen Rechner auch nur anguckt.
Unter www.buerger-cert.de kann der Newsletter kostenlos abonniert werden.Autor: Hans Peter Hahn
