Beratung und Support

Beratung und Support

Service und Bestellung:
Fon: 0 82 33.23-40 00

» Kontakt per E-Mail

Technischer Support:
Fon: 0 82 33.23-73 23

» Kontakt per E-Mail
Produktsicherheit | 08.12.2009

Neue Suchtechnologie im Internet – Interessante Anwendungsbereiche auch für den Mittelstand

So könnte die Suche nach Produkten und Dienstleistungen im Internet präziser und einfacher werden. Der neue Ansatz ist für jede Webseite kostenlos nutzbar und könnte E-Commerce im Internet in den nächsten Monaten für Firmen und private Käufer verändern.

Professor Martin Hepp von der Universität der Bundeswehr München hat eine technische Lösung entwickelt, mit der die Suche nach Produkten und Dienstleistungen im Internet präziser und einfacher werden soll.

Obwohl das World Wide Web eine Erfolgsgeschichte ist, sind User damit oft nicht zufrieden. Zum Beispiel lassen sich die Produkte mehrerer Hersteller nicht unmittelbar vergleichen. Auch die automatische Verknüpfung technischer Daten von den Websites der Hersteller mit entsprechenden Angeboten auf eBay ist nicht direkt möglich. Deshalb muss der User viele Webseiten durchforsten, um zum Beispiel herauszufinden, welcher tragbare Computer unter 300 Euro die längste Akkulaufzeit bietet.

Seit 2000 forscht Prof. Martin Hepp daran, wie man die Suche nach Produkten und Dienstleistungen über das Web verbessern kann - und wie Händler die Produktbeschreibungen ohne Abtippen für ihre eigenen Computersysteme direkt aus den Webseiten der Hersteller übernehmen können.

Die Lösung ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Eine normale Webseite beschreibt nur, wie diese im Browser angezeigt werden soll. Mit der „GoodRelations"-Technologie von Martin Hepp kann jeder Betreiber seine Webseiten mit kleinen Datenpaketen anreichern, die Preise, Zahlarten, Öffnungszeiten und Verknüpfungen zu den technischen Daten der Hersteller enthalten. Diese Datenpakete kann eine Suchmaschine oder ein intelligenter Browser verwenden, um den Anwender umfassender zu unterstützen.

So lässt sich leicht herausfinden, welcher Baumarkt in der Nähe Samstags bis 20 Uhr geöffnet hat oder welches China-Restaurant eine bestimmte Kreditkarte akzeptiert. Webshops können jeden einzelnen Artikel mit wenig Aufwand so beschreiben, dass er bei einer präzisen Suche nach bestimmten Kriterien gefunden wird. Anders als bei bisherigen Ansätzen funktioniert diese Suche nach genauen Parametern nicht nur innerhalb der Seiten eines bestimmten Anbieters, sondern über das gesamte Internet hinweg. Momentan kann man entweder sehr präzise suchen, wenn man innerhalb der Webseiten eines Anbieters bleibt - oder einen Preisvergleich anstellen, wenn man die Suche auf genau einen Artikel beschränkt.

Im Ergebnis könnten beide Seiten profitieren. Kunden finden Angebote, die genau ihren Wünschen entsprechen - und Anbieter werden mit individuellen Stärken sichtbar, weil nicht nur nach dem günstigsten Preis gesucht wird.

Yahoo und BestBuy.com nutzen GoodRelations-Technologie bereits. In den letzten zwei Jahren hat Martin Hepp mit seinem Team intensiv daran gearbeitet, die Idee von der grundlegenden Forschung bis zur praktischen Einsetzbarkeit zu forcieren. So setzt die amerikanische Suchmaschine Yahoo GoodRelations als Schlüsselkomponente ihrer E-Commerce-Dienste bereits ein. Jede Webseite auf der Welt kann mit GoodRelations-Datenpaketen dafür sorgen, dass sie bei den Yahoo-Suchergebnissen mit Preisen und Bildern angezeigt wird. Auch BestBuy Inc., der größte Anbieter von Elektronikprodukten in den USA, veröffentlicht seinen gesamten Katalog inzwischen alle 24 Stunden in Form von GoodRelations.

„Es wird in kurzer Zeit zum Standard gehören, die wichtigsten Informationen wie Kontaktdaten, Adressen, Öffnungszeiten, eine Textbeschreibung des Produktes und eine Kodierung der Bezahl- und Lieferarten mit GoodRelations im Web zu veröffentlichen", prognostiziert Matin Hepp von der Universität der Bundeswehr München.

Auch die Vorteile für Unternehmen können sich wohl sehen lassen. Jedes Unternehmen, das seine Kontaktdaten, Angebote oder Produkteigenschaften im Web bereitstellt, kann mit GoodRelations die Sichtbarkeit für potentielle Kunden steigern. Dabei ist die Technologie frei und ohne Kosten verfügbar. Als sofortiger Nutzen erscheint danach jedes einzelne Produkt mit Preis und Bild bei Yahoo. Zusätzlich entstehen gerade zahlreiche Mehrwertdienste für die intelligente Produktsuche in einzelnen Branchen.

Dabei soll der Einstieg in die Technologie nur 30 Minuten erfordern. Es wäre also leicht, das eigene Unternehmen mit GoodRelations besser zu präsentieren. Martin Hepp und seine Mitarbeiter Andreas Radinger und Andreas Wechselberger haben eine Website mit „GoodRelations Annotator" entwickelt, auf der man einfach die wichtigsten Informationen in ein Formular einträgt. Nach wenigen Sekunden erhält man eine kompaktes Datenpaket im GoodRelations-Format zurück, das einfach in die Webseite der Firma kopiert wird. In weniger als 30 Minuten wäre damit alles Nötige getan. Für Webshop-Software gibt es ferner fertige Erweiterungen, die den gesamten Katalog automatisch ins GoodRelations-Formular umwandeln und veröffentlichen.

Informationen über GoodRelations erhalten Sie unter:
http://www.ebusiness-unibw.org/wiki/GoodRelations

Die Webseite „GoodRelations Annotator" finden Sie unter
http://www.ebusiness-unibw.org/tools/goodrelations-annotator/

Autor: Hans Peter Hahn


suchen

» erweiterte Suche

Newsletter

Praxisnewsletter Produktsicherheit

Unser kostenloser Newsletter informiert Sie monatlich über die neuesten Trends und Entwicklungen im Bereich Produktsicherheit.

ok