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Newsthemen | 03.02.2012

Clevere Ideen rund um das Abwasser

IKT-Preis „Goldener Kanaldeckel“ an engagierte Projektleiter vergeben

Freut sich über den ersten Platz beim Wettbewerb „Goldener Kanaldeckel“: Rolf Kemper-Böninghausen (links) von der Emschergenossenschaft hat einen Vermessungsroboter entwickelt. Rechts im Bild IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek.
Foto: IKT

Das IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur hat zum zehnten Mal den Preis „Goldener Kanaldeckel“ vergeben. Drei Mitarbeiter von Kanalnetzbetreibern wurden für ihr herausragendes Engagement und vorbildhafte Projekte im Bereich der Kanalinfrastruktur geehrt.

Den ersten Platz belegte Rolf Kemper-Böninghausen aus der Abteilung Bergtechnik und Vermessung der Emschergenossenschaft. Er entwickelte ein alternatives Verfahren zur Kontrollvermessung von Rohrvortrieben. Durch den Einsatz eines autonomen Messroboters wurde der Gesundheitsschutz verbessert und die Vortriebsleistung durch verkürzte Messzeiten gesteigert. Messpersonal ist im Rohrstrang nicht mehr erforderlich und die Zeitersparnis gegenüber der herkömmlichen Vermessung liegt bei 75 Prozent – mit entsprechender Reduzierung der Baustillstandszeiten.

Mit dem zweiten Platz wurde die Leistung von Juliane Schenk von den Göttinger Entsorgungsbetrieben gewürdigt. Sie hat eine Datenbank zur Bewertung von Schachtbauwerken initiiert und ist für deren Umsetzung und Weiterentwicklung verantwortlich. Durch die Programmierung und Nutzung der Schachtbewertungsdatenbank „SCHABE“ entsteht ein digitaler Kreislauf von Inspektion, Bewertung und Sanierung. Er ist Teil des Qualitätsmanagementsystems und in das Göttinger Kanalsanierungskonzept integriert. Die bisher getrennt gehandhabten Bausteine Schachtinspektion, Schachtbewertung und Schachtsanierung werden zusammengefasst und so der Zustand sowie der Sanierungsbedarf der Göttinger Schächte digital abgebildet und für alle Beteiligten transparent gemacht.

Als dritter Preisträger wurde Wulf Riedel von den Technischen Betrieben Solingen ausgezeichnet. Er war maßgeblich für die Konzeption und Implementierung des „Solinger Modells“ zur Umsetzung der Dichtheitsprüfung privater Abwasseranlagen verantwortlich. Riedel entwickelte eine Strategie, um betroffene Hauseigentümer, Kommunalpolitik und Aufsichtsbehörden in eine Gesamtkonzeption einzubinden. Um das Problem von Fremdwasser oder drückendem Hangwasser in den Griff zu bekommen, wurden zudem alternative Erdrinnen konzipiert. Diese „neuen Stadtgewässer“ haben nicht nur die Flora und Fauna im Umfeld gestärkt, sondern auch eine Entlastung bei Starkregen bewirkt.


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