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Gefahrguttransport | 05.02.2010

Transportvolumen bei Kombiverkehr 2009 besser als erwartet

Mit 855.553 Sendungen bzw. 1,711 Mio. TEU hat Kombiverkehr im Jahr 2009 mehr Sendungen transportiert als erwartet. Die gesunkenen Transportvolumina (Rückgang der Sendungszahlen in 2009 um 16 Prozent) spiegeln vor allem die Probleme in wichtigen Branchen wie Automobil, Chemie oder Stahl wider. Zu Beginn des Jahres 2009 war Kombiverkehr aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise noch von einem Minus von bis zu 20 Prozent für das laufende Geschäftsjahr ausgegangen. Vor allem die leichten Erholungstendenzen in der zweiten Jahreshälfte haben zu einem besseren Abschneiden geführt. Seit Herbst ist auf einzelnen Routen - sowohl national als auch international - eine Belebung der Nachfrage zu spüren und im letzten Quartal auf einigen Relationen teilweise sogar ein Plus gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. In wichtigen Marktsegmenten konnte Kombiverkehr sogar über das ganze Geschäftsjahr hinweg starke Zuwächse erzielen. 2010 könnte insgesamt ein leichtes Wachstum bei den Gesamtsendungszahlen herauskommen, wenn die Angebote der Bahnen bei Preis und Leistung weiterhin marktgerecht sind.

Im vergangenen Jahr hatten sich die meisten Bahngesellschaften preissensibel verhalten und gleichzeitig verbesserte sich die Pünktlichkeit der Züge spürbar. Letzteres ist auch auf nachhaltig optimierte Prozesse zurückzuführen. Deshalb gibt sich das Unternehmen zuversichtlich, dass Transportunternehmer und Spediteure auch 2010 jene hohe Planbarkeit und Zuverlässigkeit erhalten, die ihnen der Kombinierte Verkehr 2009 gebracht hat. Bei der weiteren Netzausweitung achtet Kombiverkehr deshalb primär darauf, dass bei steigender Nachfrage Engpässe an hoch belasteten Knotenpunkten vermieden werden, etwa durch die Einführung neuer Direktzüge. Ein Beispiel dafür ist der ab Februar fünfmal wöchentlich zwischen Duisburg, Köln sowie München und Ljubljana fahrende Adria-Express, der das Terminal München-Riem entlastet.

Zu den Wachstumspotenzialen 2010 zählen zum einen der Ausbau der für Kombiverkehr neuen Märkte, beispielsweise die Türkei und die Niederlande, die sich selbst im schwierigen Jahr 2009 äußerst positiv entwickelt haben. So konnte das Unternehmen im Verkehr von und nach Istanbul nicht nur die Sendungsmenge mehr als verdoppeln, sondern gleichzeitig auch Erfolge in der Neukundenakquisition auf türkischer Seite verzeichnen. Durch die Verdreifachung der Abfahrtsfrequenz zwischen Ljubljana und Halkali ab Februar sind die Weichen für weiteres Wachstum im Türkeiverkehr gestellt. Von und nach Rotterdam wurde das Sendungsaufkommen des Vorjahres um über 30 Prozent übertroffen. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf die Ausweitung der Verkehrsfrequenz im maritimen und kontinentalen Verkehr, die Anbindung des neuen Euromax-Terminals auf der Maasvlakte und die hohe Leistungsqualität. Zum anderen sorgt der Einstieg in neue Marktfelder, wie dem temperaturgeführten Transport, für einen weiteren Aufkommensschub. Vor zwei Jahren hat Kombiverkehr mitgeholfen, Thermotrailer auf die Schiene zu bringen, die den Transport temperatursensibler Produkte im Kombinierten Verkehr ermöglichen. Die Anstrengungen zahlen sich jetzt durch stark wachsende Mengen in diesem Segment mehr und mehr aus.

Der Kombinierte Verkehr wird 2010 nicht zuletzt davon profitieren, dass in Zeiten wachsender Transportmengen auch die ökologischen Aspekte des Transports an Bedeutung gewinnen. Mit rund zwei Drittel weniger Kohlendioxid-Emissionen als der reine Straßengüterverkehr ist der Kombinierte Verkehr die deutlich umweltfreundlichere Alternative. Die Kunden von Kombiverkehr bekommen die genaue Ersparnis für jeden Zug direkt in der Online-Fahrplanauskunft unter www.kombiverkehr.de angezeigt. Mit der Schnellbilanzierung des transportbedingten Schadstoffausstoßes sind Spediteure und Transportunternehmer in der Lage, bei ihren Kunden nicht nur die ökonomischen, sondern auch die ökologischen Vorteile von Kombiverkehr zu belegen.

Quelle: Kombiverkehr
Stand: Februar 2010


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