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Einkauf & Logistik | 26.10.2010

CB-Funk im Lkw warnt vor Gefahrenstellen

Dieser Beitrag stammt aus unserem Titel "Transport online". Für weitere Informationen klicken Sie hier: Transport online.

Warnung vor Baustellen

Ein neues System für mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und für die Beschäftigten der Autobahnmeistereien, die überwiegend einen lebensgefährlichen Job verrichten, ist in einem Pilotprojekt im Bereich der Autobahndirektion Nordbayern erprobt worden. Es nutzt den CB-Funk als zusätzliches Sicherungssystem, um besonders Lkw-Fahrer vor den Gefahren an Autobahnbaustellen zu warnen und damit zu mehr Verkehrssicherheit auf Autobahnen beizutragen.

Nordrhein-Westfalen führt zusätzliches Sicherungssystem ein

 

Nun führt Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland dieses System flächendeckend ein. Der Güterkraftverkehr hat auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Insbesondere Tagesbaustellen, die für Reparaturen, Wartungs- und Reinigungsarbeiten eingerichtet werden müssen, sind für alle Beteiligten besonders gefährlich.

So werden auf den deutschen Autobahnen regelmäßig Sicherungsanhänger beschädigt oder gar zerstört, die mit Blinklichtern auf die Tagesbaustellen hinweisen. Selten bleibt es dabei beim Sachschaden, denn bisher wurden auch Mitarbeiter der Autobahnmeistereien oder Angehörige von Straßenbaufirmen zum Teil schwer verletzt oder gar getötet.

CB-Funk

Unter Lkw-Fahrern ist der CB-Funk immer noch weitverbreitet. So waren bei einer Stichprobe in Nordrhein-Westfalen rund drei Viertel aller Lkws entsprechend ausgerüstet. Allerdings wurden Unterschiede je nach Herkunft des Lastkraftfahrzeugs festgestellt. So waren 96 % der polnischen, 74 % der niederländischen und 65 % der deutschen Lastkraftfahrzeuge mit CB-Funk ausgestattet. Durchschnittlich rund 70 % der Fahrer der damit ausgerüsteten Lastkraftfahrzeuge hatten den CB-Funk während der Fahrt auch eingeschaltet.

Akustische Warnung: Achtung Gefahrenstelle

Grundlage des Systems sind CB-Funk-Sender, die von mobilen Absicherungstafeln, aber auch von Arbeitsgeräten wie Kehrmaschinen und Streckenkontrollfahrzeugen sowie von entsprechend ausgerüsteten Leitkegeln in mehreren Sprachen die akustische Warnung „Achtung Gefahrenstelle“ ausstrahlen. Jedes Kraftfahrzeug mit CB-Funk kann diesen Warnruf empfangen – selbstverständlich vorausgesetzt, das Gerät ist auch eingeschaltet. Der Warnruf wird über unterschiedliche Kanäle in verschiedenen Sprachen ausgestrahlt und erfolgt in deutscher, englischer, polnischer, russischer, litauischer, türkischer und tschechischer Sprache.

Fahrer von Lastkraftfahrzeugen übersehen manchmal – gerade bei Kolonnenfahrt – die optischen Warnhinweise. Weil die Sender nur eine kurze Reichweite von rund 350 m haben, erreichen sie die Fahrer erst kurz vor der Gefahrenstelle. Die Warnung ist dadurch aktuell und besonders wirksam.

In Nordrhein-Westfalen sind jetzt 233 solcher Warnsender zum Preis von 640.000 € beschafft worden.

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