MAN
[1] Abk. für Metropolitan Area Network . Auch mit Metronetz ( Metro Network ) bezeichnete Netzklasse mit anwendungsneutralen Stadtnetzen ( City Networks) und Regionalnetzen (Regional Area Networks, RANs) in wirtschaftlichen Ballungsräumen für den schnellen Datenaustausch mit Bandbreiten von ca. 100 Mbit/s bis in den Gbit/s-Bereich.
Hinsichtlich ihrer Technologie und ihrer Netzausdehnung (bis ca. 100 km) schließen MANs an die lokal installierten LANs (Local Area Networks) an. Der Grundgedanke ist dabei, ein Backbone für die Vernetzung von LANs und TK-Anlagen sowie für den Zugang zu breitbandigen WAN-Strukturen (Wide Area Network ) zu schaffen.
Verbreitete elektrische und optische (photonische) MAN-Technologien sind:
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CBDS (Connectionless Broadband Data Service), |
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GE ( Gigabit Ethernet ), |
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In IEEE 802 .6 ist beispielsweise ein MAN auf Basis der DQDB-Technologie spezifiziert, ein Hochgeschwindigkeitsnetz, das auf einer Doppelbusstruktur (Dual Bus ) aufbaut und als Medienzugriffsprotokoll das Distributed-Queue-Verfahren (Distributed Queueing Protocol, DQP) verwendet.
Netzbetreiber sind neben den etablierten Carriern unter anderem Städte und Bundesländer sowie eigens gegründete Joint Ventures. Neben den klassischen Transportdiensten können die Betreiber von MANs ihren angeschlossenen Benutzern eine Reihe von Mehrwertdiensten ( Value Added Network Services, VANS ) im Bereich der Sprach-, Video- und Datenkommunikation offerieren. In der Sprachkommunikation wären beispielsweise der CENTREX-Dienst ( Central Office Exchange ), das Least Cost Routing ( LCR ) und die Computer and Telephone Integration ( CTI ) zu nennen. Typische VANS-Angebote für die Datenkommunikation sind u.a. Zugangsdienste für Internet und Intranet , Virtual Private Networks ( VPN ) sowie E-Business - ( Electronic Business ) und E-Government-Anwendungen ( Electronic Government ).
Als physikalisches Übertragungsmedium dienen in erster Linie optische Kabelverbindungen, aber auch breitbandige physikalische Standleitungen (Leased Lines). Teilweise werden bereits vorhandene Infrastrukturen von Kommunen und Versorgungsunternehmen genutzt.
[2] Abk. für Mobitex Access Number . Im paketvermittelten zellularen Datenfunksystem Mobitex die vom Netzbetreiber bei der Registrierung vergebene Kennung für jede feste oder mobile Mobitex-Endeinrichtung. Die Mobitex Association hat dafür einen Nummernvergabeplan erarbeitet.
