LAN-Emulation
Abk. für Local Area Network Emulation ( LANE ). Konzept des ATM-Forums (heute MFA Forum) , primär zur Verbindung von lokalen Rechnernetzen ( LAN , Local Area Network) und ATM-Netzen ( Asynchronous Transfer Mode ). Die Absicht des ATM-Forums war dabei, die höheren Ebenen der bestehenden Protokolle unverändert beizubehalten und zu verbergen, dass die reale Vernetzung mit ATM (über AAL5 ) erfolgt. Erreicht wird das durch die Emulation der MAC-Schicht (Media Access Control) des lokalen Netzwerkes. Damit ist LANE unabhängig vom Netzwerkprotokoll (OSI-Schicht 3), da die Anpassung auf Schicht 2 erfolgt.
Anwendungsgebiete des 1995 spezifizierten Protokolls in seiner Version 1 sind:
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LAN-LAN-Kopplung traditioneller LANs ( Ethernet , Token Ring , FDDI ) über ATM , |
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Verbindung von LAN-Endsystemen mit Endsystemen in ATM-Netzen, |
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Einsatz von LAN-Anwendungen zwischen Endsystemen, die direkt am ATM-Netz angeschlossen sind. |
Die Client-Server-Architektur LANE besteht aus vier Komponenten:
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LAN-Emulation Clients ( LEC ) können sowohl Endsysteme als auch Bridges mit LEC-Funktionalität sein. Sie führen die Weitergabe der Daten im emulierten LAN aus. LECs besitzen zwei Adressen: eine MAC-Adresse (6 Byte ) und eine ATM-Adresse (20 Byte ). |
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Der LAN-Emulation Configuration Server ( LECS ) weist die einzelnen individuellen LEC den emulierten LANs zu und stellt für die LAN-Emulation Server die entsprechenden ATM-Adressen bereit. |
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Der LAN-Emulation Server ( LES ) steuert das emulierte LAN , registriert MAC-Adressen und löst sie auf. |
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Der Broadcast and Unknown Server ( BUS ) behandelt die Daten, die von einzelnen LEC an die für Broadcast zuständige MAC-Adresse gesendet wurden. Darüber hinaus bearbeitet er Multicast-Verkehr (Verteilungsdatenverkehr). |
Der LANE-Service ist nicht für große Netze geeignet. Außerdem ist er sehr fehleranfällig, da das Netzwerk aus LES keine Redundanz aufweist. LANE ist nicht multiprotokollfähig, das heißt, es ermöglicht nicht mehrere Schicht-3-Protokolle in einem ATM-Netz, da LANE keine Schicht-3-Dienste zur Verfügung stellt. Ebenso wird kein Vorteil aus den immanenten Eigenschaften des genutzten ATM-Übermittlungsprinzips – Garantie von QoS ( Quality of Service ) – gezogen.
Mit der LANE-Version 2 wird versucht, einige dieser Nachteile auszugleichen. So wird QoS einbezogen und es werden konsequent zwei Netzschnittstellen eingeführt. Ein so genanntes LNNI ( LANE NNI – LANE Network-to-Network Interface ) führt Redundanz ein, indem Server durch entsprechende Protokolle räumlich verteilt werden.
LANE-Spezifikationen:
AF-LANE 0021.000: LAN Emulation over ATM v1.0
AF-LANE 0038.000: LAN Emulation Client Management Specification v1.0
AF-LANE 0050.000: LAN Emulation over ATM v1.0 Addendum
AF-LANE 0057.000: LAN Emulation Server Management Specification v1.0
http://www.cert.dfn.de/fwl/ratgeber
