DRM
[1] Abk. für Data Rate Matching , kurz Rate Matching, von engl. matching (Anpassung, Abgleich). In der Nachrichtentechnik Oberbegriff für die Bündelung oder Anpassung unterschiedlicher Bitraten.
[2] Abk. für Digital Radio Mondiale . Initiative mit dem Ziel, den (analogen) AM-Rundfunk im Frequenzbereich unter 30 MHz ( Langwelle , Mittelwelle und Kurzwelle) in zukunftsfähige innovative Lösungen ("Digital AM") zu überführen. Mit dieser Zielsetzung wurde am 5. März 1998 in China das internationale DRM-Konsortium gegründet, dem Infrastruktur- und Geräteproduzenten sowie Programmanbieter und zahlreiche Institutionen aus aller Welt angehören. Ähnlich wie bei den bereits standardisierten digitalen Hörfunk- und Fernsehsystemen DAB ( Digital Audio Broadcasting ) und DVB-T (Digital Video Broadcasting – Terrestrial) wird auch bei DRM das Mehrträgermodulationsverfahren OFDM ( Orthogonal Frequency Division Multiplex ) Verwendung finden. Bei OFDM handelt es sich um ein Modulationsverfahren, das die zu übertragenden Daten auf eine Vielzahl von Subträgern aufteilt, aber relativ empfindlich gegenüber Synchronisationsfehlern ist. Deswegen müssen robuste Algorithmen zur Synchronisation eines DRM-Empfängers entwickelt werden, die zum einen mit den schwierigen Empfangsbedingungen auf der Kurzwelle zurechtkommen, zum anderen aber ein Minimum an Trainingsdaten benötigen.
[3] Abk. für Digital Rights Management . Oberbegriff für Systeme, die die Einhaltung von Urheberrechten an "digitalen" Inhalten (Dokumente, Dateien usw.) überwachen. Die dabei eingesetzten Methoden sind in der Regel die Verschlüsselung und so genannte Digitale Wasserzeichen . Ziel ist die Kontrolle über die Verbreitung digitaler Inhalte und die Einhaltung der damit verbundenen Rechte im Bereich des Electronic Commerce ( E-Commerce ) und anderer digitaler Medien . Insbesondere geht es dabei um die Verhinderung der Verbreitung von "Raubkopien".
Allerdings hat sich die Verschlüsselung bereits beim Medium DVD ( Digital Versatile Disc ) als unzureichende Schutzvorkehrung herausgestellt, dessen Kopierschutz CSS ( Content Scrambling System) schon früh "geknackt" wurde.
Einen besseren Schutz erwartet man allgemein vom Digitalen Wasserzeichen , engl. Digital Watermark , einem Sicherheitskonzept zur eindeutigen verdeckten ("unsichtbaren") Schutzkennzeichnung digitaler Dokumente und Dateien. Mithilfe der dabei verwendeten "Marker", die dauerhaft zum Dokument oder zur Datei gehören und im Wesentlichen codierte Hinweise auf die Herkunft (Urheber/Verfasser, Version, Datum) geben, können Kopiervorgänge an Musik-, Text- und Bilddateien aufgespürt und nachvollzogen werden. Oft werden diese Schutzvorkehrungen mit Methoden der Zugangskontrolle und der Verschlüsselung kombiniert. Darauf sensibilisierte automatische Suchsysteme, die nach unerlaubten Verwertungen von Werken im Internet suchen, sind in der Entwicklung. Sie vergleichen die in den Referenzdatenbanken eingetragenen Dokumente mit den gefundenen Dokumenten. Dadurch kann trotz des riesigen Bestandes digitaler Dokumente und Dateien im Internet bzw. im World Wide Web eine entsprechende Suche erfolgreich sein.
http://digital-rights-management.de
http://crypto.stanford.edu/DRM2002/prog.html
