Digital Radio Mondiale
Abk. DRM . Initiative mit dem Ziel, den (analogen) AM-Rundfunk im Frequenzbereich unter 30 MHz ( Langwelle , Mittelwelle und Kurzwelle) in zukunftsfähige innovative Lösungen ("Digital AM") zu überführen. Mit dieser Zielsetzung wurde am 5. März 1998 in China das internationale DRM-Konsortium gegründet, dem Infrastruktur- und Geräteproduzenten sowie Programmanbieter und zahlreiche Institutionen aus aller Welt angehören. Ähnlich wie bei den bereits standardisierten digitalen Hörfunk- und Fernsehsystemen DAB ( Digital Audio Broadcasting ) und DVB-T ( Digital Video Broadcasting – Terrestrial) wird auch bei DRM das Mehrträgermodulationsverfahren OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplex) Verwendung finden. Bei OFDM handelt es sich um ein Modulationsverfahren, das die zu übertragenden Daten auf eine Vielzahl von Subträgern aufteilt, aber relativ empfindlich gegenüber Synchronisationsfehlern ist. Deswegen müssen robuste Algorithmen zur Synchronisation eines DRM-Empfängers entwickelt werden, die zum einen mit den schwierigen Empfangsbedingungen auf der Kurzwelle zurechtkommen, zum anderen aber ein Minimum an Trainingsdaten benötigen.
