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Dienstgüte

Engl. Quality of Service (QoS). In der Telekommunikation im Allgemeinen das definierte, kontrollierbare Verhalten eines Kommunikationssystems oder -dienstes bezüglich quantitativ messbarer Parameter wie:

·

Bitrate/Bandbreite,

·

Verbindungsaufbauzeit,

·

Signalverzerrungen und Jitter ,

·

Datendurchsatz ,

·

Bitfehlerwahrscheinlichkeit ,

·

Zellverlustrate (Cell Loss Ration),

·

Zellverzögerung (Cell Latency),

·

Schwankungen der Zellverzögerung (Cell Delay Variation) ,

·

Verfügbarkeit des Dienstes.

Insbesondere im Umfeld von Rechnernetzen und zeitkritischen Anwendungen hat sich eine spezielle Interpretation des QoS entwickelt, die sich auf die Summe der Übertragungseigenschaften einer paketvermittelten Übertragung bezieht, die für eine Anwendung bereitgestellt wird. Je nach Art des Netzes wird zwischen zwei Arten des QoS unterschieden:

·

Timeless QoS: Beschreibung der Dienstgüte in Abhängigkeit zeitlicher Aspekte der Übertragung.

·

Connectivity QoS: Beschreibung der Dienstgüte in Hinblick auf den Kopplungsgrad an das dienstanbietende Netz .

Die Dienstgüte Timeless QoS richtet sich an die drahtgebundene Kommunikation. Sie ist z.B. für LANs entscheidend, da hier die Verfügbarkeit immer gewährleistet ist, im Gegensatz zur Mobilkommunikation. Die Dienstgüte wird hier anhand der Eignung des verfügbaren Kanals für eine Anwendung beschrieben. Typische Timeless-QoS-Parameter sind:

·

Höhe des Datendurchsatzes,

·

absolute Verzögerungszeit bei der Übertragung (Latenzzeit),

·

Schwankung der absoluten Verzögerungszeit (Jitter).

Dabei sind Jitter und Latenzzeit zu unterscheiden: Die Latenzzeit spezifiziert die absolute Verzögerungszeit einzelner autonomer Dateneinheiten zwischen dem Sendevorgang und dem Empfang. Somit ist die Latenzzeit die Laufzeit, die ein einzelnes Bit benötigt, um vom Sender zum Empfänger zu gelangen. Im Gegensatz dazu ist der Jitter die zulässige Schwankung der Laufzeit. Das heißt, es gibt unterschiedliche Abstände der Datenpakete voneinander innerhalb eines Datenstroms. Datendurchsatz und Jitter sind damit für einen isochronen, kontinuierlichen Datenfluss ausschlaggebende Qualitätsparameter. Die Latenzzeit ist hingegen maßgeblich erforderlich, wenn es sich um Echtzeitkontrollsysteme handelt, die in verteilten Produktionsabläufen eingesetzt werden. Hierbei ist es wichtig, dass eine Steuerinformation innerhalb einer definierten Maximalzeit bei der Fertigungsinsel ankommt.

Die Dienstgüte Connectivity QoS erfasst die Verfügbarkeit von nutzbaren Kanälen und damit die Kopplung von Stationen an das Übertragungsmedium. Die Verfügbarkeit ist besonders für die Mobilität der Datenendeinrichtung und deren Zugriffshäufigkeit auf die Ressourcen des Übertragungsmediums wichtig.


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