Advanced Audio Coding
Abk. AAC . Im Rahmen der MPEG-Architektur ( Moving Picture Experts Group ) unter maßgeblicher Beteiligung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickeltes Audiocodierverfahren, das vom Codier- und Kompressionsstandard MPEG-2 ( MPEG-2 Advanced Audio Coding) spezifiziert und im April 1997 zum internationalen Standard erklärt wurde. AAC bietet gegenüber älteren Formaten wie MP3 ( MPEG Audio Layer 3 ) diverse Vorteile, unter anderem eine bessere Qualität bei gleicher Dateigröße oder die Unterstützung für Multichannel-Audio. Es werden 48 Haupttonkanäle mit bis zu 96 kHz Abtastungsrate, 15 Tieffrequenz-Kanäle, welche auf 120 Hz begrenzt sind, und 15 Datenströme unterstützt.
Neben dem Kompressionsschema ist auch das Container-Format MP4 des MPEG-4-Standards definiert worden, das unter anderem die Ü bermittlung von Metadaten oder die Verwendung eines Kopierschutzverfahrens erlaubt.
Um den Hardwareherstellern die Unterstützung von AAC zu erleichtern, wurden verschiedene Profile definiert, unter anderem:
das Hauptprofil (Main Profile),
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das niederkomplexe Profil (Low Complexity Profile, LC ) für mittlere bis hohe Bitraten: Es wird bei den meisten AAC-Implementationen (auch Hardware ) sowie von den Online-Musikgeschäften von Apple und RealNetworks verwendet, |
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das hocheffiziente Profil (High Efficiency Profile, HE ) für niedrige bis sehr niedrige Bitraten: Es enthält weitere komplexe Kompressionsmethoden (Spectral Band Replication, Parametric Stereo), |
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das variable Sampleratenprofil (Scalable Sample Rate Profile, SSR ) für (Internet-)Streams: Es ermöglicht die ungestörte Wiedergabe von Streams, wenn die verfügbare Bandbreite plötzlich abfällt (durch Verringerung der Bitrate ), ist aber bisher in keiner Implementation öffentlich erhältlich. |
In Japan hat man sich entschieden, AAC als Tonverfahren für das digitale hochauflösende Fernsehen ( HDTV , High Definition Television ) zu verwenden. In den USA setzt die Mehrheit der Bewerber für das digitale Radio (IBOC, In Band on Channel ) auf AAC .
http://www.iis.fraunhofer.de/propro/index_d.html
http://www.it-academy.cc/content/article_browse.php?ID=526
http://www.mpeg.org/MPEG/aac.html
