ABM
[1] Abk. für Apogee Boost Motor , dt. Apogäumsmotor/-triebwerk. Antriebskomponente eines GEO-Satelliten ( Geosynchronous Earth Orbit ). Durch Zünden der Steuerdüsen des Apogäumsmotors wird der nach dem Start auf einer energiesparenden elliptischen Parkposition ( Geostationary Transfer Orbit , GTO ) fliegende Satellit in seine kreisförmige Umlaufbahn ( GEO ) geschossen. Die Steuerdüsen werden zusätzlich zur Bahnkorrektur genutzt, wenn der Satellit aufgrund von Gravitationseinflüssen geringfügig von seiner Bahn abweicht.
[2] Abk. für Asynchronous Balanced Mode . Betriebsart bei der Abwicklung einer Datenübertragung , bei der Gleichberechtigung (Symmetrie) unter den Datenstationen bezüglich der Kommunikationssteuerung vorliegt. Jede Station ist selbst für die Organisation ihrer temporären Übertragungen zuständig und steuert diese spontan als Leitstation ( Primärstation ) mit Befehlen an die empfangende Folgestation ( Sekundärstation ), die den Befehlen der Leitstation folgen muss und dieser mit Meldungen berichtet. Beide Seiten – beispielsweise Datenendeinrichtung und Datenvermittlung – treten also, abhängig vom Übertragungszustand, entweder als Leitstation oder Folgestation auf. Im Gegensatz dazu sieht die einseitige Kommunikationssteuerung (z.B. Normal Response Mode , NRM ) keine symmetrischen Kommandoverhältnisse vor. Hier liegt die Kommunikationssteuerung fest bei einer Datenstation , meist beim Host .
Beispiel einer ABM-Implementierung: LAPB ( Link Access Procedure B) im Sicherungsprotokoll ( HDLC ) von ITU-T X.25.
