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Wireless Local Area Network

Abk. WLAN oder W-LAN , auch als Cordless Local Area Network ( CLAN ), Radio-LAN oder Funk-LAN bezeichnet; manchmal in Anspielung auf den aus der Audio-Welt bekannten Begriff „ Hi-Fi “ auch „ Wi-Fi Network “ (Wireless Fidelity) genannt. Heute Oberbegriff für alle Arten von elektromagnetischen Funknetzen, die in den lizenzfreien Frequenzbereichen, meistens bei 2,4 GHz und 5,2 GHz, betrieben werden.

Da die Belegung der hierfür freigegebenen Funkkanäle per Definition nicht koordiniert wird, besteht potenziell immer die Gefahr der gegenseitigen Störung benachbarter WLAN-Funkzellen. Deshalb wurde insbesondere die erlaubte Sendeleistung der Geräte stark eingeschränkt, um die Reichweite der WLANs von vornherein auf einzelne Gebäude oder Grundstücke zu beschränken.

Die Abgrenzungen von WLANs zu den Datendiensten der etablierten zellularen Mobilfunknetze GSM und UMTS sind somit:

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kleinflächige Versorgung,

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lizenzfrei nutzbar,

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nur für Datendienste konzipiert,

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deutlich höhere Datenraten.

Für die Praxis existieren für WLANs nur wenige Nutzungseinschränkungen. Die „lizenzfreie Nutzung“ bedeutet, dass der Betrieb solcher Funknetze keiner besonderen Erlaubnis der Bundesnetzagentur ( BNetzA ) bedarf: Der Hersteller bzw. Verkäufer entsprechender Geräte haftet dafür, dass sein Produkt den Spezifikationen der für die WLANs reservierten sogenannten ISM-Bänder (Industrial, Scientific and Medical) entspricht. Trotzdem sind einige generelle Nutzungsauflagen einzuhalten. Dies betrifft insbesondere die maximal erlaubte Sendeleistung und die zulässigen Funkfrequenzen. Des Weiteren existieren auch einige nationale, nicht technische Nutzungsauflagen. In Deutschland galt z.B. lange Zeit der Betrieb von grundstücksübergreifenden Funknetzen oder deren nicht private Nutzung als lizenzpflichtig: Diese Restriktion wurde zum 25.07.2003 aufgehoben. Von der noch verbliebenen Meldepflicht bei grundstücksübergreifendem Einsatz abgesehen, begrenzen sonst nur die technischen Randbedingungen die WLAN-Nutzung.

Derzeit existieren die nachfolgend aufgelisteten genannten Standards (aufgelistet in abnehmender Relevanz) für WLANs:

Derzeit dominieren eindeutig die gleichnamigen Funkstandards der Arbeitsgruppe 802.11 des nordamerikanisch geprägten IEEE ( Institute of Electrical and Electronics Engineers ); das europäische Gegenstück HIPERLAN/2 des ETSI ( European Telecommunications Standards Institute ) fristet sein Dasein momentan als reiner „Papiertiger“, denn es gibt noch keine käuflichen Produkte. Aufgrund der zahlreichen Verbreitung von 802.11x-Produkten ist derzeit offen, ob sich diese Lage noch ändern wird – und das, obwohl HIPERLAN/2 technisch bei weitem der bessere Standard ist.

Der Standard 802.11g wurde am 12.06.2003 offiziell verabschiedet; da er aber bei (zumindest theoretisch) deutlich höherer Datenrate voll abwärtskompatibel zum weit verbreiteten Standard 802.11b im selben 2,4-GHz-Band ist, wird er diesen bald am Markt komplett verdrängen.

Bluetooth ist zwischenzeitlich sehr erfolgreich, stellt aber eigentlich kein echtes WLAN dar: Es wurde als universelle „Kabelersatz“-Technologie für Consumer-Produkte im unmittelbaren persönlichen Nahbereich konzipiert und ist deshalb ein Personal Area Network ( PAN ). Allerdings ist der Standard recht flexibel und findet so breiten Zuspruch, dass es zwischenzeitlich auch Bluetooth-APs ( AP , Access Point ) gibt, mit denen (kleine) WLANs aufgebaut werden können. Da sich Bluetooth und WLANs zudem gut ergänzen, wachsen die beiden Welten immer stärker zusammen.

Aufgrund der verschieden ausgerichteten Technologien und der Skalierbarkeit der einzelnen WLAN-Standards selbst decken diese zusammen eine große Bandbreite unterschiedlichen Kommunikationsbedarfs ab:

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Kabelersatz bei Consumer Electronics . Typische Anwendungsgebiete dieses sogenannten Kurzstreckenfunks (Short Distance Radio) sind: Freisprecheinrichtungen für Handys, Computermäuse und –tastaturen, Handy-zu-Computer-Verbindungen, PDA-zu-PDA-Kopplungen, Vernetzung von Hi-Fi-Komponenten mit PCs.

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Drahtlose PC-Vernetzung. Die „klassische“ Rechnervernetzung, nur eben ohne Kabel, war die ursprüngliche Motivation für die Entwicklung der „großen“ WLANs. Marktrelevant sind hier momentan nur die verschiedenen Standards der 802.11-Familie. Hier wird die WLAN-Karte also zum Ersatz der klassischen Netzwerkkarte, während die Funkstrecke das althergebrachte CAT 5/7-Patchkabel ersetzt.

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Unternehmensnetze. WLANs sind im Prinzip in ihrer Größe nicht beschränkt: Durch die Verwendung mehrerer APs lassen sich theoretisch nahezu beliebig große Netzwerktopologien realisieren. Da in Unternehmen fast immer schon kabelgebundene Ethernets existieren, hat man in der Praxis fast immer eine Mischung aus Funk- und Festnetz-Realisierung. Insbesondere die 802.11x-Standards sind dabei sehr anbindungsfreundlich an die bestehende Infrastruktur, da sie als „drahtloses Ethernet-Kabel“ konzipiert wurden. Für große Unternehmen wird eine neue Sonderform der WLAN-Anwendung zunehmend attraktiv: Bei den sogenannten Wireless Overlay Networks (WONs) wird das bestehende kabelgebundene Ethernet mit einem WLAN-Netz überlagert. Damit ist nicht eine übliche Ergänzung des traditionellen LANs gemeint, in dem einfach WLAN-APs in Etagen-Switches abgeschlossen werden, sondern der bewusste Aufbau einer komplett separaten Infrastruktur. WLAN-Overlays sind zur Einbindung firmenlokaler, aber trotzdem mobiler Endgeräte gedacht: Notebooks von Außendienstmitarbeitern, PDAs von Führungskräften, Rechner für Vorführungen in Meetings, Seminaren, Schulungen. Diese Geräte werden nur noch per Funk angeschlossen. Dazu wird eine weitgehend flächendeckende WLAN-Infrastruktur aufgebaut, die ein eigenes Backbone verwendet und nur an einem zentralen Punkt mittels Firewall und VPN-Server ( Virtual Private Network ) mit dem bestehenden Kabel-LAN verbunden wird.

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Öffentliche WLANs. Öffentliche WLANs zur Versorgung frequentierter Plätze – sogenannte Hotspots – finden sich zwischenzeitlich zahlreich in den Fußgängerzonen von Innenstädten, an Flugplätzen, Bahnhöfen oder anderen Stellen mit hohen Besucherzahlen. Für den Aufbau dieser öffentlichen WLANs gilt das meiste des im letzten Abschnitts Gesagten ebenso. Allerdings sollen die APs solcher Hotspots normalerweise eine möglichst große Fläche funktechnisch versorgen, die sich typischerweise auch noch im Freien befindet. Zudem müssen die eingesetzten APs die größtmögliche Kompatibilität zu allen am Markt verfügbaren Geräten wahren, um jedermann Zugang gewähren zu können.

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Kommerzielle WLANs. Kommerzielle WLANs sind eine Spezialvariante öffentlicher WLANs. Hierbei wird die Nutzung des über den Hotspot zur Verfügung gestellten mobilen Internets zusätzlich noch durch eine Zugangskomponente ( Access Point ) erfasst, die drei Funktionen beherrschen muss: Authentifizierung (Wer will den Dienst nutzen?), Autorisierung (Darf der Betreffende den Dienst nutzen?) und Abrechnung (Nutzungserfassung, Abrechnung).

http://standards.ieee.org

http://www.wi-fi.org

http://archiv.tu-chemnitz.de/pub/2005/0040/data/Diplomarbeit.pdf

http://www.tm.uka.de/itm/uploads/folien/64/Kap04-DrahtloseLANsMANs-4.pdf

http://www.gepanet.com/wlan.htm

http://www.freedownloadsoft.com/ieee-802-11.html


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