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VBR

[1] Abk. für Value Based Routing , im E-Commerce auch als Customer Value Based Routing bezeichnet. Allgemein das an spezifizierten Geschäftszielen orientierte Routing ankommender Anrufe im Unternehmen, beispielsweise bei der Anrufverteilung in Callcentern. Dies kann beispielsweise geschehen, indem während des Gesprächsaufbaus die Kundendaten aus dem Customer Relation Management ( CRM ) automatisch mit Routing-Entscheidungen verknüpft werden und so die Anrufer – beispielsweise nach Kundensegment und/oder Umsatzbedeutung – zu den vorgesehenen Callcenter Agents gelangen.

[2] Abk. für Variable Bitrate . Gemeinhin für Anwendungen, Schnittstellen oder Übertragungen mit diskontinuierlichem Datenaufkommen bzw. variabler Ü bertragungsgeschwindigkeit ( Bitrate ).

[3] Abk. für Variable Bitrate . In der vom ATM-Forum (heute MFA Forum ) vorgenommenen Klassifikation von ATM-Diensten ( Asynchronous Transfer Mode ) eine Gruppe mit zwei Dienstklassen (ATM Service Category) , deren Dienste für die Übertragung von Nutzerdaten ( Datenquelle ) mit variabler Bitrate (Bandbreite) geeignet sind.

Die entsprechenden ATM-Dienstklassen sind:

·

Realtime – Variable Bitrate ( RT–VBR ): ATM-Dienste, bei denen Nutzerdaten ( Datenquelle ) mit konstanter Bitrate oder in Grenzen variabler Bitrate ( Variable Bitrate , VBR) verbindungsorientiert bei Einhaltung eines strengen Zeitbezuges zwischen Sender und Empfänger übertragen werden. RT–VBR-Dienste sind darüber hinaus durch garantierte minimale Zellverlustraten ( Cell Loss Rate , CLR ) und Zellverzögerungen (Cell Transfer Delay , CTD ) charakterisiert. Zur Verkehrsbeschreibung dienen die Spitzenzellrate ( Peak Cell Rate , PCR ) und die Dauerzellrate ( Sustainable Cell Rate , SCR ). Die Realisierung der ATM-Dienstklasse RT–VBR erfolgt in der Protokollschicht AAL ( ATM Adaptation Layer , AAL ) mithilfe des Diensttyps AAL2 .

·

Non-Realtime – Variable Bitrate ( NRT–VBR ): ATM-Dienste, bei denen Nutzerdaten ( Datenquelle ) wie bei RT–VBR mit variabler Bitrate übertragen werden können. Die Dienste dieser Klasse garantieren jedoch keine festen Zellverzögerungen ( CTD ) und Zellverzögerungsschwankungen ( Cell Delay Variation , CDV ). Zur Verkehrsbeschreibung dienen wie bei RT–VBR die Spitzenzellrate ( PCR ) und die Dauerzellrate ( SCR ). Die Realisierung der ATM-Dienstklasse kann mithilfe der Diensttypen AAL2 und AAL3/4 erfolgen. Bei AAL2 findet eine verbindungsorientierte Echtzeitübertragung statt, die die Einhaltung eines strengen Zeitbezuges zwischen Sender und Empfänger vorsieht. Bei AAL3/4 steht wahlweise eine verbindungsorientierte ( AAL3 ) oder eine verbindungslose ( AAL4 ) Anisochronübertragung – beide ohne Zeitbezug zwischen Sender und Empfänger – zur Verfügung. Hierbei ( AAL3/4 ) werden zwei Betriebsarten unterstützt: Message Mode und Streaming Mode . Der Message Mode gewährleistet einen gesicherten Übertragungsbetrieb, d.h. bei Datenverlust oder –fehlern wird erneut übertragen ( Fehlerkorrektur ). Der Streaming Mode ermöglicht lediglich einen ungesicherten Übertragungsbetrieb, d.h. ohne Fehlererkennungs- und Fehlerkorrekturmechanismen.

AAL-Dienstklassen und AAL-Diensttypen:

Dienstklasse

Constant Bitrate ( CBR )

Realtime Variable Bitrate ( RT–VBR )

Non-Realtime-VBR ( NRT–VBR )

Available Bitrate ( ABR )

Unspecified Bitrate ( UBR )

AAL-Diensttyp

AAL1

AAL2

AAL2 ; AAL3/4

AAL5

AAL5

Dienstgütemerkmale

garantierte minimale Zellverlustraten und Zellverzögerung

Bitrate darf in Grenzen variieren; garantierte minimale Zellverlustraten und Zellverzögerung

wie RT–VBR aber minimale Zellverzögerung nicht garantierbar

Best Effort Service: Zellverlustrate und Zellverzögerung klein

keine garantierte Dienstgüte angebbar

Verkehrsbeschreibung durch

Peak Cell Rate ( PCR )

Peak Cell Rate ( PCR ), Sustainable Cell Rate ( SCR )

Peak Cell Rate ( PCR ), Sustainable Cell Rate ( SCR )

minimale und maximale Bandbreite angebbar

Peak Cell Rate ( PCR )

Beispiel

kanalvermittelte Kommunikation; Circuit Emulation

UMTS-Videoconferencing

Datenkommunikation

IP-basierte Kommunikation

IP-basierte Kommunikation

ITU–T I.361: B-ISDN ATM layer specification: dt. Spezifikationen der ATM-Schicht im B-ISDN .

ITU–T I.362: B-ISDN ATM adaptation layer ( AAL ) functional description: Funktionsbeschreibung der B-ISDN-ATM-Anpassungsschicht.

ITU–T I.363: B-ISDN ATM Adaptation Layer ( AAL ) specification: Spezifikation der B-ISDN-ATM-Anpassungsschicht.

ITU–T I.365: B-ISDN ATM adaptation layer sublayers.

http://www.mfaforum.org

[4] Abk. für Vector Base Register.


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