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PS

[1] Abk. für Packet Switched , dt. paketvermittelt. Allgemein benutzter Zusatz zur Differenzierung von Kommunikationsdiensten, –netzen, –verfahren usw.: z.B. Packet Switched Data Network ( PSDN ). Im Unterschied dazu bezeichnet Circuit Switched ( CS ) die leitungsvermittelte (kanalvermittelte) Kommunikationsvariante.

[2] Abk. für Packet Switching , auch als Packet Switching Exchange ( PSE ), dt. Paketvermittlung , bezeichnet. Neben der Kanalvermittlung ( Leitungsvermittlung ) und der Nachrichtenvermittlung eine der drei grundlegenden Vermittlungstechnologien. Bei der Paketvermittlung gelangen die zu übertragenden Nachrichten nicht als geschlossene Einheit (wie bei der Nachrichtenvermittlung ), sondern in Form einzelner Nachrichtensegmente (Pakete, Datagramme, Rahmen, Zellen, Blöcke) unter jeweiliger Zwischenspeicherung – von Netzknoten zu Netzknoten bzw. von Teilstrecke zu Teilstrecke – bis zur Zielstation. Dienstarten der Paketvermittlung sind die verbindungslose ( Connectionless Mode ) Übertragung, auch Datagrammdienst genannt, und die verbindungsorientierte ( Connectionoriented Mode ) Übertragung.

Die verbindungslose Übertragung verzichtet auf die explizite Reservierung einer logischen Ende-zu-Ende-Verbindung, die Datagramme routen sich mehr oder weniger selbststeuernd durch das Netz bis an ihr Ziel. Die verbindungsorientierte Übertragung beruht hingegen auf einer reservierten logischen Verbindung (virtuelle Verbindung ) einer definierten Netzroute. Diese Verbindung kann als permanente Festverbindung ( Permanent Virtual Circuit , PVC ) vonseiten des Netzbetreibers und als temporäre Wählverbindung ( Switched Virtual Circuit , SVC) vonseiten des Benutzers in einem Wählprozess eingerichtet werden.

[3] Abk. für Parametric Stereo. Vom deutsch-schwedischen Unternehmen Coding Technologies (Nürnberg, Stockholm) entwickeltes Kompressionsverfahren, das zusammen mit Abbreviated Address Calling ( AAC ) und Spectral Band Replication ( SBR ) im Rahmen von AAC-Plus benutzt wird, um die Codiereffizienz für Stereosignale mit niedriger Bitrate nochmals deutlich zu steigern.

Parametric Stereo arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip wie SBR , zielt jedoch nicht auf die parametrische Abbildung eines Teils des Audiospektrums, sondern auf die der Stereoinformation. Der Effizienzgewinn basiert darauf, dass nicht mehr zwei im Wesentlichen getrennte Audiokanäle separat codiert werden müssen, sondern aus beiden Kanälen ein Monosignal generiert werden kann. Dieses Monosignal benötigt bei gleicher Audioqualität etwa nur die Hälfte der Bitrate des ursprünglichen Stereosignals. Der Encoder , dem das ursprüngliche Stereosignal zur Verfügung steht, analysiert zunächst beide Kanäle. Das Ergebnis der Analyse sind parametrische Informationen des Stereosignals wie beispielsweise Panorama-Information, Raumklang oder Phasenunterschiede. Diese werden wie auch die SBR-Daten als Steuerinformationen in den Bitstrom eingebettet, auf deren Grundlage der Decoder das Stereobild rekonstruiert. Auch dabei ist die Datenmenge wieder erheblich kleiner als zur Codierung beider Kanäle eines Stereosignals notwendig wäre. Als typische Bitrate können 2,0 bis 2,5 kbit/s angenommen werden. Ein Codec AAC-Plus V .2, der alle drei Technologien – AAC , SBR und PS – beinhaltet, erreicht bereits bei etwa 32 bkit/s eine Audioqualität, die der eines 96–kbit/s-Bitstromes im reinen AAC-Format entspricht.

Quelle: Funkschau – Telekommunikation, Netzwerke, IT, Heft 2/2005

http://www.codingtechnologies.com

http://www.dx.seyen.de/DRM.html

http://www.iis.fraunhofer.de/propro/index_d.html

http://www.mpeg.org/MPEG/aac.html

[4] Abk. für Physical Sequential.

[5] Abk. für Polystyrol. Zur Gruppe der Thermoplaste gehörender Kunststoff, die oberhalb einer bestimmten Temperatur erweichen und bei Abkühlung wieder erhärten. Thermoplaste lassen sich unter Wärmezufuhr mehrmals verformen, ohne dass sich ihre Molekülstruktur verändert. In der Elektrotechnik findet Polystyrol unter anderem als hochwertiger Isolierstoff für elektrische Nachrichtenleiter bzw. –kabel Verwendung.

[6] Abk. für PostScript . Eine vektorbasierte Seitenbeschreibungssprache , die 1985 von der Firma Adobe Systems entwickelt wurde. PostScript-Dateien (Extensionen: .ps, .eps, .epsf, .epsi) sind reine ASCII-Dateien, die den Aufbau einer Druck- oder Bildseite, also Text, Vektorgrafik und eingefügte Bitmaps (Rasterbilder), definieren. Bitmaps werden wie andere Bildelemente durch Text beschrieben. PostScript beschränkt sich allerdings nicht auf die Beschreibung einer Seite , sondern ist zugleich eine vollständige Programmiersprache. Versionen von PostScript : PostScript Level 1, PostScript Level 2 und Display PostScript .

Aktuell ist die 1990 vorgestellte Version Level 2, die im Unterschied zu Level 1 eine höhere Geschwindigkeit, die Möglichkeit der Datenkompression (z.B. JPEG-Kompression) und eine verbesserte Speicherökonomie bietet. Level 1 ist vollständig kompatibel mit Level 2. Die relativ wenig verbreitete Version Display PostScript ist eine Weiterentwicklung, um die Darstellung auf dem Computerbildschirm zu verbessern und mit dem späteren Druckbild in Übereinstimmung zu bringen.

Die relativ schnelle Marktdurchdringung von PostScript begann mit der Verbreitung erschwinglicher Laserdrucker und Hardware-Interpreter. PostScript-Drucker enthalten im Allgemeinen einen eingebauten Prozessor (Raster Image Processor , RIP ), der den PostScript-Code direkt interpretiert. Dabei wird die Vektorinformation des PostScript-Textcodes in Maschinenpunkte des Ausgabegerätes umgesetzt. Da dies erst im Ausgabegerät selbst geschieht, ist PostScript in erster Näherung hardwareunabhängig. Neben PostScript-Druckern nutzen viele grafische Ausgabegeräte im Bereich des Desktop Publishing ( DTP ), z.B. Belichter und Setzmaschinen, dieses Format. PostScript-Dateien können nur wenige Programme importieren und auf dem Bildschirm anzeigen. Ein für nahezu alle Plattformen verfügbarer PostScript-Interpreter ist das GhostScript.

[7] Abk. für Power Supply. Allgemein für Energie-/Stromversorgung.

[8] Abk. für Presentation Service. Im Rahmen der OSI-Architektur ( Open Systems Interconnection ) Bezeichnung für einen Dienst der Präsentations- bzw. Darstellungsschicht ( Schicht 6). Allgemeines Ziel der Presentation Services ist die Anpassung der Anwendungen an das Kommunikationssystem, wodurch eine benutzer- und geräteunabhängige Kommunikation ermöglicht wird. Typische Funktionen dieser Dienste: Codewandlung , Alphabetumwandlungen, Formatanpassungen und die Auswahl der für die jeweilige Übertragung geeigneten Syntax .

[9] Abk. für Previous Station . Bei der Kommunikationssteuerung in Token-Passing-Systemen ( LAN , MAN , Feldbus) die Datenstation mit der nächstniedrigen Adresse , im Gegensatz zur Next Station ( NS ) – d.h. ausgehend von einer bestimmten Stationsadresse – die Station mit der nächsthöheren Adresse .

[10] Abk. für Program Section. Abschnitt eines umfangreichen Programms.

[11] Abk. für Programmable Switch . Allgemein für programmierbare Netzkomponente mit vermittlungstechnischen Funktionen (z.B. Crossconnect ).

[12] Abk. für Programmed Symbol.

[13] Abk. für Proportional Spacing. Variabler Zeichenabstand bei Proportionalschriften. Die Buchstaben nehmen nicht wie bei der „Normalschrift“ jeweils den gleichen Zeichenabstand ein, sondern nur den von ihnen tatsächlich benötigten.

[14] Abk. für Proposed Standard , von engl. proposed (vorgeschlagen). In Standardisierungsprozessen Vorschlag oder erster Entwurf eines Standards.

[15] Abk. für Proposed Standard , von engl. proposed (vorgeschlagen). Im Rahmen der formalen Entwicklung von Internetstandards unter dem Dach der Internet Society (ISOC) der erste Entwurf (Vorschlag) eines Standards. Nach der Überprüfung und der Billigung durch das zuständige Standardisierungsgremium wird der Proposed Standard als „Experimental“ oder „Informational“ zur Stellungnahme veröffentlicht. Das Stadium des Proposed Standard darf zwei Jahre nicht überschreiten und eine Dauer von mindestens sechs Monaten nicht unterschreiten. Der Proposed Standard wird schließlich zum Draft Standard erhoben, wenn mindestens zwei voneinander unabhängige Implementierungen vorliegen und die Portabilität sichergestellt ist. Auch hier gelten Fristen. Die obere Grenze liegt bei zwei Jahren und die untere bei vier Monaten. Bei Überschreitung der Zwei-Jahres-Frist wird der Draft Standard in das Stadium des Proposed Standard zurückgestuft.

Nach positiver Beurteilung des Draft Standard , einer angemessenen Anzahl (mindestens zwei) weiterer Implementierungen, der Zustimmung durch das Standardisierungsgremium und der Akzeptanz in den übrigen Unterorganisationen der ISOC wird der Standard zum Internetstandard ( STD ) bzw. Full Standard erklärt.

http://www.ietf.org

[16] In ISO 3166 festgelegter „Zwei-Buchstaben-Landescode“ (entsprechend WIPO-Standard ST .3) der International Organization for Standardization ( ISO ) für Palästina.


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