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LEO

[1] Abk. für Link Everything Online . Anfang der 90er-Jahre unter dem Namen „Münchner Informations Verbund (MIV)“ gegründeter populärer Online-Informations- und Web-Suchdienst inklusive Online-Wörterbuch (Deutsch-Englisch, Französisch-Deutsch, Übersetzungsmöglichkeit jeweils in beiden Richtungen) der Technischen Universität München mit dem Schwerpunkt „ Informatik “.

http://www.leo.org

[2] Abk. für Logistics Execution Optimizer . Eine in SAP integrierte Lösung, die die Prozesse der Distributionslogistik in ihrer Gesamtheit optimiert.

[3] Abk. für Low Earth Orbit . Satellitenbahn ( Orbit ) eines niedrig fliegenden (etwa 1000 km Bahnhöhe ) Fernmeldesatelliten, der die Erde auf kreisförmigen oder elliptischen Bahnen umkreist. Satellitenbahnen für umlaufende Satelliten, zu denen neben dem LEO auch der MEO ( Medium Earth Orbit ) zählt, sollen die Nachteile des geostationären Orbits ( GEO , Geosynchronous Earth Orbit ) mit einer Bahnhöhe von etwa 36000 km ausgleichen.

Da LEO- und MEO-Satelliten niedriger als GEO-Satelliten fliegen, sind sie für einen Erdbetrachter nicht stillstehend, sondern sie bewegen sich mehr oder weniger schnell von einer Seite des Horizonts zur anderen; es sind umlaufende Satelliten. Die Satelliten sind mit Antennen ausgerüstet, die eine große Zahl stark gebündelter, kleinflächiger Ausleuchtbereiche (Spot Beams) ermöglichen, sodass sich auf der Erde eine Art Zellenstruktur der Spot Beams ergibt. Die Größe der Empfangsfeldstärke innerhalb einer Zelle ist aufgrund der geringen Flughöhe der Satelliten und des kleinen Zellendurchmessers – so groß, dass bei Anwendungen in der Mobilkommunikation auf größere, zum Satelliten ausgerichtete Antennen der Erdfunkstellen verzichtet werden kann und z.B. Handhelds für die Sprachkommunikation genutzt werden können. Die Zellen wandern mit dem Satelliten über die Erdoberfläche. Kommunikationsverbindungen, die über eine bestimmte Zelle eines Satelliten aufgebaut wurden, müssen – wenn die Zelle den Nutzer nicht mehr erreicht – zu einer anderen Zelle desselben Satelliten oder zu einer anderen Zelle eines nachfolgenden Satelliten weitergereicht ( Handover ) werden.

Um eine kontinuierliche Versorgung der Erde sicherstellen zu können, müssen bei LEO- und MEO-Satellitensystemen mehrere Satelliten jeweils gleichzeitig die Erde umkreisen.

Die Bahnen der LEO- und MEO-Systeme sind üblicherweise polarorientiert, das heißt, die Satellitenbahnen werden – mit einem kleinen Versatz gegeneinander – über die Erdpole geführt.

Vorteile niedriger Bahnhöhen sind:

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geringe Signallaufzeiten,

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geringere Satellitenleistungen für die Kommunikation,

·

große Empfangsfeldstärke auf der Erde durch Spot-Beam-Technik und geringe Dämpfung,

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kleine Baugröße der auf der Erde verwendeten Terminals, da aufwändige Antennen entfallen, und

·

weniger Probleme mit der Elektromagnetischen Verträglichkeit ( EMV ) bei den Endgeräten, da geringere Leistungen umgesetzt werden.

Den Vorteilen stehen jedoch auch Nachteile gegenüber:

·

die ständige Weiterreichung ( Handover ) der Kommunikationsverbindungen zu anderen Zellen oder anderen Satelliten aufgrund der kleinen Ausleuchtbereiche und der kurzen Verweildauer an einer bestimmten Stelle,

·

die große Zahl von Satelliten, um eine ununterbrochene Ausleuchtung der Erde zu ermöglichen,

·

Abschattungsprobleme aufgrund der niedrigen Satellitenbahnen ergeben sich insbesondere durch hohe Gebäude in Städten,

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die aufwändige Technik, um die Satelliten auf ihrer Bahn zu halten, und

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die hohen Kosten für den Aufbau des Satellitensystems und die ständige Erneuerung der Satelliten.


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