Edison
Thomas Alva Edison, geboren am 11. Februar 1847 in Milan (Ohio, USA), gestorben am 18. Oktober 1931 in West Orange (New Jersey), Elektrotechniker. Seine umfassende Bildung erwarb sich Edison als Autodidakt. Im Alter von zwölf Jahren musste er mit dem Verkauf von Zeitungen in den Zügen der nordamerikanischen Fernstrecken zwischen Kanada und Zentralmichigan für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen. Als Fünfzehnjähriger erhielt Edison in New York City eine Anstellung als Telegrafist im Telegrafenamt. Nach einigen Jahren richtete er sich im Menlo-Park bei New York ein Laboratorium ein, in dem er insbesondere mit elektrischen und telegrafischen Geräten experimentierte.
Das erste seiner insgesamt rund 1300 Patente bekam Edison 1868 auf eine Abstimmungsmaschine für das Parlament erteilt. Noch im gleichen Jahr erfand er eine Art Duplex-Telegrafie. Ergänzend zu der von ihm entworfenen Schaltung entwickelte Edison ein Telegrafenrelais und seinen „autographischen Telegraphen“ als Vorläufer der Bildtelegrafie.
Um 1878 konstruierte Edison das Kohlemikrofon und verbesserte das vom US-amerikanischen Techniker Alexander Graham Bell (1847–1922) erfundene Telefon .
„Zum erfolgreichen Erfinder gehören ein Prozent Inspiration und neunundneunzig Prozent Transpiration“ war Edisons Meinung. Nach diesem Grundsatz gelangen ihm sowohl neuartige Erfindungen, wie der zunächst als Diktiergerät gedachte Phonograph im Jahr 1878 oder die Schmelzdrahtsicherung, als auch die produktionsreife Verbesserung von Vorleistungen anderer Erfinder. Dazu zählen beispielsweise die Glühlampe von Heinrich Goebel (1818–1893), die Dynamomaschine von Werner von Siemens (1816–1892), die Kinoaufnahme- und –vorführapparate von Ottomar Anschütz (1846–1907) oder – auf dem Bleiakkumulator von Gaston Raimond Plant é (1834–1889) aufbauend – der Nickel-Eisen-Akkumulator, den Edison 1901 nach rund 10000 Versuchen erfand. Als wissenschaftliche Leistung gelang ihm die Entdeckung des nach ihm benannten Edison-Effekts, der zur Entwicklung der Elektronenröhre führte.
1882 richtete Edison in New York die erste größere Elektrizitätszentrale der Welt ein und beteiligte sich 1883 in Berlin an der Gründung der „Deutschen Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität“, die 1887 in die „Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft“ überging.
