PLT
[1] Abk. für Payload Type . Binärposition eines PA-Slots (Pre-Arbitrated) im standardisierten DQDB-Rahmen (Distributed Queue Dual Bus ) nach IEEE 802 .6, die gegenwärtig noch nicht genutzt wird. PA-Slots dienen zum Transport von durchschaltevermitteltem Verkehr .
[2] Abk. für Payload Type . Feld im Header einer ATM-Zelle ( Asynchronous Transfer Mode ) zur Kennzeichnung des Zelltyps – sowohl im UNI-Format ( User Network Interface , UNI ) als auch im NNI-Format (Network Node Interface) der ATM-Zelle. Das erste Bit zeigt, ob es sich um Steuerinformationen oder um Anwenderdaten handelt. Das zweite Bit dient zur Flusssteuerung , und das dritte wird verwendet, um das Ende einer Zellenserie für einen vollständigen AAL5-Rahmen anzuzeigen.
[3] Abk. für Payload Type . Feld im Header eines RTP-Datagramms (Realtime Transport Protocol) zur codierten Beschreibung der im Datagramm übermittelten Nutzdaten (z.B. Audio, Video, Simulation usw.).
[4] Abk. für Powerline Telecommunication , auch als Powerline Communication ( PLC ) oder Broadband over Powerline ( BPL ), kurz Powerline, bezeichnet. Oberbegriff für Netzkonzepte zur schnellen (breitbandigen) Telekommunikation über begrenzte Entfernungen auf den Leitungen der elektrischen 230-V-Stromversorgungsnetze, sowohl im Inhouse-Bereich als auch im elektrischen Anschlussnetz der Energieversorgungsunternehmen . Die dazu eingesetzten Techniken sind sehr uneinheitlich und befinden sich teilweise noch im Entwicklungsstadium, obgleich die grundsätzliche Funktionsfähigkeit solcher Konzepte in Pilotversuchen bereits unter Beweis gestellt wurde.
Die Powerline-Technik eröffnet den Energieversorgungsunternehmen beispielsweise die Chance, ihr vorhandenes Energienetz zum Datennetz auszubauen und damit neue Geschäftsmöglichkeiten über die herkömmlichen Telekommunikationsdienste hinaus durch Angebote von neuartigen energienahen Mehrwertdiensten und im Bereich Home Automation zu erschließen. Aus rechtlicher Sicht unterliegen die Netze bei Nutzung für Telekommunikationsdienste den Bestimmungen des Telekommunikationsgesetzes ( TKG ) und dem Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten ( EMVG ) in ihrer Gesamtheit.
Für die kommunikationstechnische Vernetzung von Wohnhaus und Home-Office hat beispielsweise der von der HomePlug Powerline Alliance ( HPPA , HPA ) entwickelte Standard „ HomePlug “ Bedeutung erlangt, der unter Nutzung des vorhandenen hausinternen elektrischen Stromversorgungsnetzes den multimedialen Datenaustausch mit theoretisch bis zu 200 Mbit/s unterstützt.
[5] Abk. für Powerline Telecommunication . Beim ETSI (European Telecommunications Standards Institute) , dem Europäischen Institut für Telekommunikationsstandards, ein technisches Projekt, das sich mit der Spezifikation von PLT-Standards für private und öffentliche Stromversorgungsnetze befasst.
http://portal.etsi.org/portal_common/home.asp?tbkey1=PLT
[6] Abk. für Prozessleittechnik, engl. Process Control Engineering ( PCE ). Allgemein ein Synonym für die ganzheitliche Betrachtung von Aspekten der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, der Informationstechnik und Informatik sowie der informationsorientierten Betrachtung von industriellen Produktionsprozessen. Darüber hinaus bezeichnet „Prozessleittechnik“ die in diesem Umfeld eingesetzten Systeme zur Überwachung und Steuerung von komplexen dynamischen Systemen wie Produktionsanlagen, Kraftwerken und Versorgungsnetzen unterschiedlichster Art.
http://www.rus.ruhr-uni-bochum.de/docs/vorl_plt/PLT_kap1.DOC
