Kontrakturenprophylaxe: Wie man sich bettet, so liegt man!
Bewegungseingeschränkte Menschen sind darauf angewiesen, dass Pflegende und auch Angehörige sie bewegen und lagern. Das setzt auch voraus, dass die Ziele und Bedürfnisse des Betroffenen berücksichtigt werden und nicht nur die Vorgaben eines Bewegungsplans erfüllt sind.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Beweglichkeit nach und nach ab. Verschiedene Erkrankungen bedingen häufig zusätzlich eine Bewegungseinschränkung bis hin zur Immobilität. Die Folgen einer Immobilität sind ganz beträchtlich, sowohl für den Betroffenen wie auch für die Pflegenden oder das Gesundheitswesen. Es drohen Dekubitus-,Thrombose- und Kontrakturengefahr, Sturzgefahr und Obstipation, Verwirrtheit, soziale Isolation und Pflegebedürftigkeiten.
Beispiel Kontraktur
Eine Kontraktur kann grundsätzlich jedes Gelenk befallen. Es gibt verschiedene Ursachen, die die Entstehung von Kontrakturen begünstigen, immer ist aber eine eingeschränkte oder fehlende Bewegung mitverantwortlich.
Manches Mal entstehen Kontrakturen jedoch auch durch eine andauernde fehlerhafte Lagerung des Pflegekunden. Wird dieser z.B. ständig in Rückenlage mit erhöhtem Oberkörper gelagert, kann es zu Beugekontrakturen im Hüftgelenk kommen. Eine permanente Unterlagerung der Kniekehlen mit einem Kissen oder einer Knierolle kann zur Einsteifung der Kniegelenke in leichter Beugestellung führen.
Korrekte Lagerungen sind also wichtige prophylaktische Maßnahmen, besonders der Wechsel zwischen Beuge- und Streckstellung der Gelenke. Daneben brauchen die Gelenke Bewegung, um beweglich zu bleiben. Voraussetzung ist, dass alle Gelenke regelmäßig und in allen Bewegungsgraden bewegt bzw. durchbewegt werden.
Therapeutische Lagerungen können – zielgerichtet und korrekt angewendet – eine Krankheitssituation verbessern und die Behandlung unterstützen.Ausführliche Informationen zum Thema "Bewegen und Lagern" bieten Ihnen unsere Schulungsbausteine für die Altenpflege. Mit den fertigen Schulungsbausteinen können Sie Ihre Mitarbeiter jetzt einfach und kompetent selbst schulen. Alle für die Altenpflege wichtigen Themen sind enthalten!
